Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 750 cc
- Leistung
- 148.0 ch @ 13200 tr/min (108.9 kW)
- Drehmoment
- 86.3 Nm @ 11200 tr/min
- Motortyp
- 4 cylindres en ligne, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 12.5 : 1
- Bohrung × Hub
- 70 x 48.7 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection
Fahrwerk
- Rahmen
- double poutre périmétrique en alu
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique inversée Ø 43 mm, déb : 120 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur, déb : 130 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Brembo Ø 310 mm, fixation radiale, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 220 mm, étrier simple piston
- Vorderreifen
- 120/70-17
- Hinterreifen
- 180/55-17
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 810.00 mm
- Tankinhalt
- 17.00 L
- Gewicht
- 190.00 kg
- Neupreis
- 12 999 €
Übersicht
Was treibt Suzuki dazu, seine GSX-R 750 im Jahr 2012 in den Farben von Yoshimura einzukleiden, während sich die Konkurrenz längst auf dem Terrain der 1000-Kubik-Maschinen zerfleischt? Vielleicht gerade der Wille, daran zu erinnern, dass das Dreiviertel-Liter-Segment noch einiges zu sagen hat. Und die Firma aus Hamamatsu kennt ihr Metier. Seit Jahrzehnten zieht die GSX-R 750 ihre Furche zwischen der Nervosität einer 600er und der Brutalität eines Literbikes und besetzt dabei eine Nische, die sonst niemand wirklich verteidigt. Diese Yoshimura-Sonderedition setzt noch einen drauf – mit einem schlichten Argument: einer ohnehin schon furchtbar effizienten Mechanik ein Mehr an Charakter zu verleihen.

Der Reihenvierzylinder mit 750 ccm leistet 148 PS bei 13.200 U/min bei einem Drehmoment von 86,3 Nm, das bei 11.200 U/min anliegt. Zahlen, die für sich sprechen. Dieser Motor liebt hohe Drehzahlen, man muss ihn weit oben im Drehzahlband abholen, damit er alles gibt – doch die Belohnung steht im Verhältnis zur Mühe. Das Verdichtungsverhältnis von 12,5:1, vier Ventile pro Zylinder und die Bohrung/Hub-Maße von 70 x 48,7 mm verraten eine Architektur, die auf reine Leistung ausgelegt ist. Die Yoshimura R-11-Auspuffanlage aus Edelstahl mit Carbon-Endkappe und doppeltem Auslass befreit die Stimme des Aggregats und spart dabei noch ein paar Gramm auf der Waage. Einmal von ihren Fesseln befreit, verspricht diese Mechanik, sich ohne Scheu an die 150-PS-Marke heranzutasten.
Apropos Waage: 190 kg vollgetankt bei einem 17-Liter-Tank. Das ist zurückhaltend für eine Sportmaschine dieser Hubraumklasse, und das Leistungsgewicht platziert die Suzuki in einer Komfortzone, die nur wenige Konkurrentinnen für sich beanspruchen können. Der Aluminium-Brückenrahmen beherbergt vorn eine 43-mm-Upside-down-Gabel und hinten ein Zentralfederbein, mit Federwegen von 120 respektive 130 mm. Für die Verzögerung sorgen Brembo-Monoblock-Vierkolbensättel an zwei radial montierten 310-mm-Scheiben. Ernsthaftes Material, das Vertrauen einflößt, noch bevor man das erste Mal das Knie in die Kurve legt. Die Sitzhöhe von 810 mm dürfte Fahrern mit durchschnittlicher Statur keine Probleme bereiten, und die angegebene Höchstgeschwindigkeit von 270 km/h bestätigt das bissige Temperament des Gesamtpakets.
Was diese Yoshimura-Edition vom Standardmodell unterscheidet, betrifft die Ausstattung ebenso wie die Optik. Die von S2 Concept gestaltete Lackierung setzt auf dunkle Töne, akzentuiert mit Rot – eine kaum verhüllte Anspielung auf die Endurance-Livrees, die Suzukis Legende bei den 8 Stunden von Suzuka begründet haben. Felgenaufkleber, Aluminium-Bobbins für den Montageständer und ein Kennzeichenhalter vervollständigen das Paket. Details, gewiss, aber solche, die dem Besitzer den Gang zum Zubehörhändler gleich nach Verlassen des Autohauses ersparen. Das Ganze wird für 12.999 Euro angeboten – ein Tarif am oberen Rand des Segments, der sich jedoch durch den Yoshimura-Auspuff und die serienmäßigen Brembo-Komponenten rechtfertigt.
Bleibt die Frage nach der Zielgruppe. Die GSX-R 750 Yoshimura richtet sich weder an den Anfänger auf der Suche nach einer ersten Sportmaschine noch an den Tourenfahrer, der Autobahnkomfort sucht. Sie spricht Piloten an, die eine für Trackdays geschliffene Maschine wollen, ohne auf gelegentliche Ausfahrten auf der Straße zu verzichten – Nostalgiker der Superbike-WM, denen die 600er zu zahm und die 1000er zu brutal sind. Gegenüber einer Kawasaki ZX-6R oder einer Triumph Daytona 675 setzt sie mehr Hubraum und mehr Drehmoment im mittleren Bereich entgegen. Gegenüber den Literbikes kontert sie mit beherrschtem Gewicht und überlegener Agilität. Eine Gratwanderung, die die Einzigartigkeit dieser Maschine ausmacht. Suzuki weiß das – und hat offensichtlich nicht vor, dieses Terrain aufzugeben.
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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