Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 1037 cc
- Leistung
- 107.0 ch @ 8500 tr/min (78.7 kW)
- Drehmoment
- 100.0 Nm @ 6000 tr/min
- Motortyp
- Bicylindre en L à 90°, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 11.5 : 1
- Bohrung × Hub
- 100 x 66 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection Ø 49 mm
Fahrwerk
- Rahmen
- Double poutre en aluminium
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique inversée Ø 43 mm, déb : 160 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur, déb : 160 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Ø 310 mm, fixation radiale, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 260 mm, étrier simple piston
- Vorderreifen
- 110/80-19
- Hinterreifen
- 150/70-17
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 850.00 mm
- Tankinhalt
- 20.00 L
- Gewicht
- 263.00 kg
- Neupreis
- 17 749 €
Übersicht
Stellen Sie sich zwei GPS-Koordinaten vor, die in einen 20-Liter-Tank eingraviert sind. Links die Umgebung des Atomiums in Brüssel. Rechts das Rathaus von Hamamatsu, die Wiege von Suzuki. Dazwischen das Versprechen einer Weltumrundung. Genau das wollte die belgische Niederlassung erzählen, als sie die V-Strom 1050 XT mit einer Sonderserie namens World Adventure ausstattete – und die Idee hält diesmal über einen bloßen Marketingcoup hinaus stand.

Die grafische Gestaltung verdient einen genaueren Blick. Es geht nicht um einen einfachen Farbwechsel am Ende der Produktionslinie, sondern um eine kohärente visuelle Erzählung. Zierstreifen auf den Felgen, Kompass- und Weltkugelmotive zwischen Sattel und Tankdeckel, wiederkehrende Elemente auf dem Topcase. Das Gesamtbild wirkt wie eine ausgefeiltere Sonderedition als das in Frankreich erhältliche „World Traveller"-Kit, auch wenn beide eine weitgehend gemeinsame Basis teilen. Der Unterschied liegt in dieser Sorgfalt bei der Verkleidung, die aus einem ohnehin ernsthaften Reiseenduros etwas macht, das eher wie eine Absichtserklärung wirkt.
In Sachen Gepäckkapazität spielt die V-Strom World Adventure in der obersten Liga. Die beiden Aluminiumkoffer bieten jeweils 37 Liter, doch ihre Zuladungsgrenze von 3 Kilogramm pro Seite erfordert eine gewisse Disziplin beim Packen. Das Topcase ergänzt das Ensemble mit 38 Litern und nimmt einen Integralhelm auf. Das ist weit entfernt von der Ladekapazität einer Africa Twin mit Premium-Kunststoffkoffern, doch die Serienausstattung für 17.749 Euro ist dennoch solide. Höhen- und längsverstellbare Fußrasten von Gilles Tooling, Nebelscheinwerfer, GPS-Halterung, beheizbare Griffe. Zubehör, das einzeln gekauft die Rechnung schnell in die Höhe treibt.
Der Motor, ein 90-Grad-V-Twin mit 1037 cm³, leistet 107 PS bei 8500 U/min und 100 Nm bei 6000 U/min. Das ist nicht die beeindruckendste Leistung im Segment. Die Yamaha Ténéré 700, knapp 70 Kilogramm leichter, spielt ein ganz anderes Spiel, während die BMW R 1250 GS den Vergleich in Sachen Rohleistung dominiert. Doch der V-Twin von Suzuki besitzt eine ehrliche Persönlichkeit ohne Schnickschnack. Er zieht im unteren Drehzahlbereich gut durch, zeigt sich beim Beschleunigen vorhersehbar und verbraucht für seinen Hubraum mit relativer Zurückhaltung. Bei beladenem Motorrad zählt die Progressivität ebenso viel wie die Zahl auf dem Datenblatt. Und in dieser Hinsicht hat der Suzuki-Zweizylinder die Aufrichtigkeit derer, die gelernt haben, nicht mehr zu versprechen als nötig.

Die Elektronik begleitet, ohne zu überfordern. Drei Motorkennfelder, dreistufige Traktionskontrolle, Cornering-ABS mit Anti-Stoppie-Funktion und lastabhängiger Modulation, Inertialmesseinheit, Tempomat, Easy Start. Die Liste ist lang, bleibt aber vom Lenker aus überschaubar – ohne die Menükomplexität, die manche BMW oder KTM ihren Fahrern aufbürdet. Die 43-mm-Upside-down-Gabel verfügt über 160 mm Federweg und vollständige Einstellmöglichkeiten, was die Anpassung an schwere Beladung ermöglicht, ohne dass die Geometrie aus dem Ruder läuft. Die Sitzhöhe von 850 mm passt besser zu mittelgroßen und großen Fahrern. Kleinere Fahrer müssen entweder auf einen abgesenkten Sattel zurückgreifen oder akzeptieren, dass sie im Stand mit 263 Kilogramm unter sich die Balance suchen.
Diese V-Strom World Adventure richtet sich an den anspruchsvollen Fernreisenden, der weit fahren möchte, ohne auf Komfort zu verzichten oder sein Budget für Optionen zu verprassen. Sie ist weder das leichteste noch das vielseitigste Offroad-Motorrad noch das stärkste ihrer Klasse. Sie ist jedoch eine durchdachte, stimmige Maschine mit solider Serienausstattung und einem Motorcharakter, der sich mit den Kilometern entfaltet. Suzuki war nie die Marke der großen Ankündigungen. Diese V-Strom ähnelt ihnen.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS de série
- Poignées chauffantes
Praktische Infos
- Véhicule accessible au permis A2 ou bridable à 47.5ch / 35 Kw
- La moto est accessible aux permis : A, A2
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