Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 889 cc
- Leistung
- 115.0 ch @ 9000 tr/min (84.6 kW)
- Drehmoment
- 92.2 Nm @ 8000 tr/min
- Motortyp
- Bicylindre en ligne, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 13.5 : 1
- Bohrung × Hub
- 90.7 x 68.8 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection Ø 46 mm
Fahrwerk
- Rahmen
- Treillis en tubes d'acier au chrome molybdène
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique inversée WP Ø 43 mm, déb : 140 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur WP, déb : 150 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Ø 300 mm, fixation radiale, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 240 mm, étrier 2 pistons
- Vorderreifen
- 120/70-17
- Vorderreifendruck
- 2.30 bar
- Hinterreifen
- 180/55-17
- Hinterreifendruck
- 2.50 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 825.00 mm
- Tankinhalt
- 14.00 L
- Trockengewicht
- 169.00 kg
- Neupreis
- 10 999 €
Übersicht
Wenn KTM die Buchstaben „GP" an seine Duke 890 anhängt, läuft dem versierten Motorradfahrer das Wasser im Mund zusammen. Man denkt sofort an eine Radikalkur, eine mechanische Schärfung auf Paddock-Niveau. Die Realität ist differenzierter. Die KTM 890 Duke GP ist keine aufgepeppte Version, sondern eine rollende Hommage an das Engagement des österreichischen Herstellers in der MotoGP – mit einer orange-schwarzen Lackierung, inspiriert von der RC16 im Tech3-Design. Ein deutliches Augenzwinkern Richtung des französischen Satellitenteams, das auf die limitierte Tech3-Edition des Vorjahres folgt – ein Zeichen dafür, dass die Zusammenarbeit in Mattighofen offensichtlich gut ankommt.

Am Datenblatt der KTM 890 Duke GP ändert sich gegenüber der Standardversion nichts. Der Reihenzweizylinder mit 889 cm3 leistet 115 PS bei 9.000 U/min bei einem Drehmoment von 92,2 Nm bei 8.000 Touren. Zahlen, die diese Duke in die Spitzengruppe der Mittelklasse-Roadster einordnen – gegenüber einer hubraumstärkeren Yamaha MT-09 oder einer in der Verarbeitung feineren Triumph Street Triple R. Das Verdichtungsverhältnis von 13,5:1 zeugt von einem auf Leistung ausgelegten Motor. Und auf der Waage sind 169 kg trocken ein Totschlagargument für jeden, der einen agilen und handlichen Roadster sucht. Die angegebene Höchstgeschwindigkeit von 200 km/h bleibt dem Format angemessen, auch wenn dieses Motorrad nicht auf der Autobahn seinen wahren Sinn entfaltet.
Was diesen Test besonders reizvoll macht: Die mechanische und dynamische Basis bleibt die eines Motorrads mit beeindruckendem Spaßfaktor. Der Gitterrohrrahmen aus Chrom-Molybdän-Stahl, die 43-mm-WP-Upside-down-Gabel mit 140 mm Federweg und das WP-Federbein bieten ein messerscharfes Fahrverhalten, das von der ersten Kurve an zum Angriff einlädt. Die Bremsanlage mit zwei radial montierten 300-mm-Scheiben und Vierkolben-Sätteln packt entschlossen zu und flößt Vertrauen ein. Auf dem Papier wie auf der Straße bleibt die 890 Duke eine Maschine, die für den Fahrer gemacht ist, der auf kurvenreichen Straßen oder bei gelegentlichen Trackdays Spaß haben will. Die Sitzhöhe von 825 mm und der 14-Liter-Tank richten das Programm klar auf kurze, intensive Sessions aus – statt auf Langstreckentouren.

Bei der Elektronik entspricht die Ausstattung der klassischen Duke 890. TFT-Display, drei Fahrmodi serienmäßig, schräglagenabhängige Traktionskontrolle, Kurven-ABS mit Supermoto-Modus zur Freigabe des Hinterrads, Anti-Wheelie. Der Track-Modus bleibt optional, ebenso der Quickshifter. Für den Preis von 10.999 Euro hätte man sich gewünscht, dass KTM den Quickshifter ins Paket gepackt hätte. Zumal die GP-Version unterwegs den Motorschutz und den Akrapovic-Auspuff verloren hat, die zur Tech3-Edition gehörten. Die Soziusabdeckung überlebt als einziges Überbleibsel. Für alle, die auf die KTM 890 Duke GP 2023 oder 2024 schielen: Der Preis hat sich leicht verändert, und auf dem Gebrauchtmarkt tauchen inzwischen Exemplare zu erschwinglicheren Preisen auf.
Sollte man bei dieser Duke GP zuschlagen? Wenn Sie ein originales, werkseitig freigegebenes KTM 890 Duke GP-Dekorkit suchen und die MotoGP-Lackierung Sie begeistert – warum nicht. Aber seien wir ehrlich: Wir stehen vor einer speziellen Farbgebung auf einem ansonsten mit der Standardversion identischen Motorrad. Es ist weder eine Duke R noch ein Rennstreckenmonster. Es ist eine 890 Duke in ihrem schönsten Kleid, zugänglich mit dem Führerschein A, aber aufgrund der Leistung nicht auf A2 drosselbar. Die Zielgruppe sind Liebhaber sportlicher Roadster, Fans der orangen Marke, diejenigen, die sich im Straßencafé mit einem Racing-Look abheben wollen, ohne den Preis einer Rennstreckenaufbereitung zu zahlen. Für einen echten Leistungssprung gegenüber der Standard-Duke muss man woanders hinschauen – oder das Optionsheft zücken.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS
Praktische Infos
- Véhicule accessible au permis A2 ou bridable à 47.5ch / 35 Kw
- La moto est accessible aux permis : A, A2
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