Schlüsselleistung
Technische Daten
- Neupreis
- 30 290 € → 29 990 €
Motor
- Hubraum
- 1890 cc
- Leistung
- 90.0 ch (66.2 kW)
- Drehmoment
- 170.6 Nm @ 3000 tr/min
- Motortyp
- Bicylindre en V à 49°, 4 temps
- Kühlung
- par air
- Verdichtungsverhältnis
- 11 : 1
- Bohrung × Hub
- 103.2 x 113 mm
- Ventile/Zylinder
- 2
- Kraftstoffsystem
- Injection Ø 54 mm
Fahrwerk
- Rahmen
- en aluminium moulé
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Courroie
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique Ø 46 mm, déb : 119 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur, déb : 114 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Ø 300 mm, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 300 mm, étrier 2 pistons
- Vorderreifen
- 130/80-17
- Vorderreifendruck
- 2.48 bar
- Hinterreifen
- 180/60-16
- Hinterreifendruck
- 2.83 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 660.00 mm
- Tankinhalt
- 20.80 L
- Gewicht
- 376.00 kg
- Trockengewicht
- 362.00 kg
- Neupreis
- 29 990 €
Übersicht
Wenn eine Stadt einer Motorrad ihren Namen verleiht, steckt darin ein implizites Versprechen. Springfield, Massachusetts, ist die Wiege von Indian Motorcycle, der Ort, an dem alles zu Beginn des letzten Jahrhunderts seinen Anfang nahm. Diesen Namen im Jahr 2023 zu tragen bedeutet, eine direkte Abstammungslinie zur Geschichte zu beanspruchen – nicht nur zum Katalog. Indian gibt sich keiner Illusion hin: Die Springfield ist als Prestige-Bagger konzipiert, eine Maschine, die Harley-Davidson auf Augenhöhe begegnet und ihr in mehreren Punkten nichts nachgibt.

Der Thunderstroke 116, der unter dem 20,8-Liter-Tank schlägt, verdient nähere Betrachtung. Dieser V-Zweizylinder mit 49-Grad-Bankwinkel und 1890 cm³ Hubraum leistet 90 PS – eine auf dem Papier bescheidene Zahl, die aber nie das eigentliche Thema war. Es ist das Drehmoment, das hier alles regiert: 170,6 Nm, bereits ab 3000 U/min verfügbar, ein Wert, der mit dem Übergang von 1811 auf 1890 cm³ noch zugelegt hat. Die Arme spüren es, der Rücken auch. Die kurze Bohrung bei langem Hub – 103,2 mm zu 113 mm – erzeugt diesen langsamen, tiefen Schub, dieses amerikanische Trommelrollen, das Leistungszahlen nicht zu beschreiben vermögen. Drei Fahrmodi erlauben es, den Charakter zu modulieren, vom progressiven Tour bis zum lebhaften Sport, und das System kann den hinteren Zylinder im Stand abschalten, um die Wärmeentwicklung an den Beinen des Fahrers zu reduzieren. Die Kupplung wurde für 2023 geschmeidiger, mit einem erweiterten Reibbereich, der Rangiermanöver weniger körperlich anstrengend macht. Bei einer Maschine mit 376 Kilogramm Vollgewicht ist das kein Detail.
Dieses Gewicht ist der erste Punkt, dem man offen begegnen muss. 376 Kilogramm sind erheblich. Der niedrige Sattel auf 660 mm gibt im Stand Sicherheit, die 46-mm-Gabel und der Monoamortisseur mit begrenztem Federweg tun ihre Arbeit – doch wer nicht bereits Erfahrung mit schweren amerikanischen Maschinen hat, wird bei den ersten Manövern überrascht sein. Die angegebene Höchstgeschwindigkeit von 180 km/h verortet den Charakter der Maschine eindeutig: Sie ist gemacht, um lange Geraden zu verschlingen, nicht um alpine Pässe zu verhandeln. Ihre Zielgruppe ist klar der große Tourenfahrer, derjenige, der seine Etappen in Hunderten von Kilometern misst und dem Komfort und Präsenz auf der Straße ebenso viel gilt wie reine Fahrleistungen.
Was die Springfield von der Standard-Chief unterscheidet, ist ihre Wandlungsfähigkeit. Die Windschutzscheibe lässt sich in unter einer Minute werkzeuglos abnehmen. Die Hartschalenkoffer, per Fernbedienung abschließbar, lassen sich entfernen, ohne sichtbare Halterungen zu hinterlassen. Mit wenigen Handgriffen wird aus dem Bagger ein Cruiser – und umgekehrt. Die verstärkte Heckschleife erlaubt mit dem optionalen Topcase eine Gesamtlast von bis zu 242 Kilogramm. Eine Modularität, die die Harley Sport Glide ebenfalls bietet, jedoch in einem weniger edlen, weniger ausgefeilten Rahmen. Indian hat die Springfield klar darüber positioniert, mit einer serienmäßigen Ausstattung, die den Preis von 29.990 Euro teilweise rechtfertigt: ABS, Tempomat, Reifendrucküberwachung, schlüsselloser Start, Sturzbügel vorne und hinten, doppelte genietete Ledersitzbank. Der Zubehörkatalog umfasst 180 Referenzen. Man befindet sich klar im Premium-Segment.
Der Hauptkritikpunkt bleibt der Preis. Fast 30.000 Euro platzieren die Springfield in einem Segment, in dem die Konkurrenz auch Road King heißt und jeder Euro unter die Lupe genommen wird. Indian begegnet diesem Druck mit wahrgenommener Qualität, sorgfältiger Verarbeitung und einer Markenidentität, die seit ihrer Rückkehr mit Bedacht wiederaufgebaut wurde. Die Springfield ist nicht perfekt – sie ist schwer, und ihr Motor ist technisch nicht der modernste –, doch sie bietet etwas, das nur wenige Maschinen vermögen: das Gefühl, zu etwas Großem, Historischem, Einzigartigem zu gehören. Für den Langstreckenreisenden, der von Weite und Freiheit träumt, ohne wie alle anderen aussehen zu wollen, ist das genau das, was das Emblem auf dem Tank verspricht.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS de série
- Nombre de mode de conduite : 3
- Volume de rangement : 64 litres
- Régulateur de vitesse
- Prise USB
- Démarrage sans clé
- Valises
- Crash Bars / Top Blocks
- Surveillance de la pression des pneus
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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