Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 225 cc
- Leistung
- 15.4 ch (11.3 kW)
- Motortyp
- Single cylinder, four-stroke
- Kühlung
- Air
- Zündung
- CDI
- Starter
- Electric
Fahrwerk
- Endantrieb
- Belt (final drive)
Bremsen
- Vorderradbremse
- Single disc
- Hinterradbremse
- Single disc
- Vorderreifen
- 110/70-17
- Hinterreifen
- 130/70-17
Abmessungen
- Radstand
- 1371.00 mm
- Länge
- 2068.00 mm
- Breite
- 753.00 mm
- Höhe
- 1073.00 mm
- Tankinhalt
- 16.00 L
- Trockengewicht
- 148.00 kg
Übersicht
Im Jahr 2021 war der europäische Markt für kleine Sportmotorräder ein Schlachtfeld, das von erfahrenen japanischen Herstellern dominiert wurde. Doch einige Marken wie Docker versuchten, mit einem radikalen Vorschlag durchzubrechen: die X-Fire 250. Dieses Motorrad, mit ihrem luftgekühlten Einzylinder-Motor mit 225 cm³ und einem Kettenantrieb, richtet sich weder an den Standard-Anfänger noch an den erfahrenen Fahrer. Es zielt auf einen Sammler ab, der auf der Suche nach Exotik ist und bereit ist, viel zu verzeihen für ein reines und hartes mechanisches Konzept.

Ihr Motorblock ist eine wahre Anomalie. Ein einfacher 225 cm³-Zylinder, ohne Einspritzung, ohne Kühler, der 15,4 Pferdestärken bei einer Drehzahl entwickelt, die der Hersteller es für unnötig hielt, mitzuteilen. Man kann sich ein bescheidenes Drehmoment vorstellen, das früh verfügbar ist, und ein raues Geräusch eines Motors mit Seitenventilen. Mit 148 kg Trockengewicht und einem Radstand von 1371 mm verspricht die Geometrie eine gewisse Agilität in der Stadt, aber der 130/70-Reifen und die 17-Zoll-Felge sind eindeutig nicht für den Einsatz auf der Rennstrecke ausgelegt. Es ist eine sportliche Ästhetik auf einer Basis-Mechanik, eine Übung im Stil mehr als in der Leistung.
Das Chassis bleibt ein Rätsel, ebenso wie die Federung und die Sitzhöhe. Die Bremsen, eine einfache Scheibe an jeder Achse, bestätigen die urbane und entspannte Positionierung. Der 16-Liter-Tank ist hingegen eine gute Nachricht für die Reichweite und lässt auf sehr moderate Verbrauchswerte schließen. Die Höchstgeschwindigkeit? Wahrscheinlich um die 110 oder 120 km/h, ausreichend für die Landstraßen, aber nicht viel mehr. Diese Docker X-Fire 250 wurde nicht dazu entwickelt, Geschwindigkeitsrekorde aufzustellen, sondern ein einfaches, mechanisch transparentes, fast Retro-Fahrerlebnis zu bieten.
Wer kauft ein solches Motorrad heutzutage? Sicher nicht der angehende Rennfahrer, der sich nach einer gebrauchten Aprilia RS 250 oder einem modernen Honda CBR250R umsehen wird. Nein, die Docker wird den Liebhaber von Kuriositäten ansprechen, denjenigen, der bereits eine Suzuki GSX-R in der Garage hat und ein zweites Motorrad für kurze Sonntagsausflüge sucht. Ihr Preis, wenn er vernünftig ist, könnte zu einem Diskussionsthema in der Bar des Motorradclubs werden, einer sympathischen, aber unprätentiösen Kuriosität. In der aseptischen Welt der Kleinkrafträder bringt sie einen Hauch von roher Authentizität, zum Guten und zum Schlechten.
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