Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 85 cc
- Leistung
- 29.0 ch (21.3 kW)
- Motortyp
- Monocylindre, 2 temps
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 8.2-9.6 : 1
- Bohrung × Hub
- 47.5 x 47.8 mm
Fahrwerk
- Rahmen
- Semi double berceau en acier
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique Ø 36 mm, déb : 275 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur, déb : 287 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 1 disque Ø 220 mm, étrier 2 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 190 mm, étrier simple piston
- Vorderreifen
- 70/100-19
- Hinterreifen
- 90/100-16
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 885.00 mm
- Tankinhalt
- 5.00 L
- Gewicht
- 75.00 kg
- Neupreis
- 19 759 €
Übersicht
Kann eine Cross-Motorrad mit 85 cm³ fast 20.000 Euro wert sein? Yamaha antwortet mit einem klaren Ja mit diesem YZ 85 Édition Carbone 2025, einem Einzelstück, das das Konzept des Mini-Cross in seine exklusivsten Grenzen treibt. Es handelt sich nicht um ein Serienmodell, sondern um eine demonstrative Stilübung, eine fahrbare Vitrine für den GYTR Racing Zubehörkatalog. Der angegebene Preis von etwa 19.759 Euro in Frankreich ist eine Zahl, die die Köpfe verdreht und den Wert eines Standard-YZ 85 fast vervierfacht. Für jeden, der sich fragt, wie viel die Yamaha YZ 85 Édition Carbone 2025 in Frankreich kostet, ist die Antwort eindeutig: Sie entspricht dem Preis eines Sammlerstücks, nicht eines klassischen Rennwerkzeugs.

Die mechanische Basis bleibt die des lebhaften 85 cm³ Zweitakt-Einsylinders, der 29 Pferdestärken bei einem Federgewicht von 75 kg fahrfertig leistet. Aber auf diesem Fundament haben die Ingenieure ein wahres Schmuckstück aufgebaut. Karbonfaser ist allgegenwärtig und schmückt Tank, Kotflügel und Verkleidungen mit einem subtilen Farbverlauf, der durch Candy-Blue-Akzente hervorgehoben wird. Jedes Teil strahlt Handwerkskunst aus, wie z. B. der Alcantara-Sattel oder der Aluminiumschalldämpfer mit dem GYTR-Logo. Selbst der Zylinderkopf und der Zylinder sind massive Rennteile, die aus dem Rohmaterial gefräst wurden, um die Kühlung und die reine Leistung zu optimieren. Es ist eine Demonstration von technischer Stärke, fast eine Provokation.
Auf dem Papier sind die Verbesserungen spürbar. Die GYTR-Obererlenkung, gefertigt aus einem Aluminiumblock, zielt darauf ab, die Steifigkeit zu erhöhen und eine höhere Lenkerposition für eine bessere Kontrolle zu bieten. Die Kite Elite MX-Felgen reduzieren die ungefederten Massen, während das spezielle Auspuffsystem einige zusätzliche Pferdestärken freisetzen soll. Man steht vor einer Maschine, bei der jedes Gramm eliminiert, jede Komponente optimiert wurde. Für einen jungen, bereits fortgeschrittenen Fahrer sollte der Unterschied im Fahrgefühl zu einem Serienmodell bemerkenswert sein, insbesondere in Bezug auf Präzision und Reaktionsfreudigkeit.

Dennoch muss man einen kühlen Kopf bewahren. Dieses Motorrad ist ein brillanter Kommunikations-Coup, ein unerreichbarer Traum für den Durchschnittsmenschen. Es wird per Losverfahren über einen Wettbewerb vergeben, was es eher zu einem Kunstwerk als zu einem echten Rennmotorrad macht. Die Zielgruppe existiert kaum, abgesehen von einem wohlhabenden Sammler oder einem glücklichen Teenager mit sehr verständnisvollen Eltern. Im Vergleich zu einem KTM 85 SX oder einer Husqvarna TC 85 in der Serie übertrifft es alles in Bezug auf Verarbeitung und Exklusivität, aber nicht unbedingt in Bezug auf die rohe Leistung auf der Strecke. Sein 5-Liter-Tank und seine serienmäßigen Federungen erinnern daran, dass es auf einer Produktionsbasis basiert.

Letztendlich ist dieser YZ 85 Édition Carbone eine faszinierende Absichtserklärung. Sie beweist, dass selbst im Mikrokosmos des Mini-Cross der Wettlauf um Ausrüstung und Ultra-Spezialisierung keine Grenzen kennt. Yamaha demonstriert hier sein Know-how und seinen Mut, indem es eine Maschine schafft, die die Väter mehr als die Söhne träumen lässt. Es ist ein OVNI in der Motocross-Landschaft, ebenso beeindruckend durch seine Technik wie durch seinen Preis, eine sehr klare Antwort auf die Frage, wie weit ein Tuner gehen kann, wenn das Budget keine Rolle spielt.
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