Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Leistung
- 3.4 ch @ 424 tr/min (2.2 kW)
- Drehmoment
- 136.0 Nm @ 50 tr/min
- Motortyp
- Electric
- Kühlung
- Liquid
- Verdichtungsverhältnis
- 12.0:1
- Bohrung × Hub
- 38.0 x 43.6 mm (1.5 x 1.7 inches)
- Kraftstoffsystem
- Injection
- Schmierung
- Wet sump
- Zündung
- TCI
- Starter
- Electric
Fahrwerk
- Rahmen
- Cadre ouvert (underbone)
- Getriebe
- Automatic
- Endantrieb
- Belt (final drive)
- Vorderradaufhängung
- Telescopic fork
- Hinterradaufhängung
- Swingarm
- Federweg vorne
- 90 mm (3.5 inches)
- Federweg hinten
- 80 mm (3.1 inches)
Bremsen
- Vorderradbremse
- Single disc
- Hinterradbremse
- Expanding brake (drum brake)
- Vorderreifen
- 110/70-13
- Hinterreifen
- 130/70-13
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 795.00 mm
- Radstand
- 1275.00 mm
- Bodenfreiheit
- 135.00 mm
- Länge
- 1875.00 mm
- Breite
- 695.00 mm
- Höhe
- 1120.00 mm
- Gewicht
- 90.00 kg
- Neupreis
- 3 599 €
Übersicht
Und wenn der Weg von zu Hause ins Büro endlich zu einem angenehmen Moment würde statt zu einer lästigen Pflicht? Das ist das Versprechen, das der Yamaha Neos in seiner Version 2023 trägt – ein 100 % elektrischer Roller, der sich direkt an alle richtet, die es satt haben, in überfüllten Verkehrsmitteln zu ersticken oder zwanzig Minuten lang einen Parkplatz zu suchen. Yamaha betritt kein Neuland: Die Marke mit den Stimmgabeln hat ihr Können bereits mit dem thermischen Neos 50 bewiesen, der seit Jahren in 2T- und 4T-Versionen angeboten wird. Der Umstieg auf Elektro markiert dennoch eine klare, fast schon philosophische Wende.

Auf dem Datenblatt findet man einen Elektromotor, der 3,4 PS leistet und vor allem ein Drehmoment von 136 Nm liefert, das bereits ab 50 U/min verfügbar ist. So ausgedrückt wirkt die Leistung mager. Doch das Wesen eines Elektroantriebs ist es, alles sofort zu geben. An der grünen Ampel schießt der Yamaha Neos ohne jede Verzögerung los, ohne Vibration, ohne Geräusch. Die Laufruhe überrascht in den ersten Tagen, dann wird sie süchtig machend. Die automatische Riemenübersetzung macht sich unsichtbar, und genau das verlangt man von ihr. Mit seinen 90 kg fahrfertig bleibt die Maschine leicht und wendig, einfach durch die Reihen zu schlängeln oder auf einem Gehweg abzustellen. Die Sitzhöhe von 795 mm passt den meisten Staturen, auch den kleineren. Der offene Underbone-Rahmen erleichtert das Aufsteigen – ein Detail, das zählt, wenn man zehnmal am Tag auf- und absteigt.
Was das Fahrwerk betrifft, hat Yamaha vernünftige Entscheidungen getroffen, ohne auf Luxus zu zielen. Die Teleskopgabel vorne und die Schwinge hinten sorgen für einen ordentlichen Komfort auf Kopfsteinpflaster und städtischen Schlaglöchern. Die Bremsanlage besteht aus einer einfachen Scheibenbremse vorne und einer Trommelbremse hinten. Man hätte sich eine Doppelscheibe gewünscht, aber für den reinen Stadtgebrauch erweist sich das Gesamtpaket als ausreichend. Die Reifen in 110/70-13 und 130/70-13 bieten guten Grip und stecken Straßenbahnschienen problemlos weg. Der Radstand von 1 275 mm garantiert eine beruhigende Stabilität, ohne die Agilität in engen Kreisverkehren zu opfern, und die Bodenfreiheit von 135 mm erlaubt es, eine Bodenschwelle zu überfahren, ohne aufzusetzen.
Gegenüber der Konkurrenz positioniert sich der Yamaha Neos 2023 bei 3 599 Euro – ein wettbewerbsfähiger Preis im Vergleich zum Piaggio One oder zum Ekooter E5. Das finanzielle Argument geht über den Kaufpreis hinaus: kein Kraftstoff, minimaler Wartungsaufwand, kein Variatorriemen, der wie beim klassischen Neos 50 4T gewechselt werden muss. Individualisierungsfans, die nach einem Kit déco Yamaha Neos oder einem Auspuff Yamaha Neos suchten, müssen ihre Gewohnheiten überdenken. Kein Auspuff zum Wechseln bei einem Elektroroller, kein 70er-Kit für die Wochenendmontage. Das Tuning des elektrischen Neos wird sich eher auf der ästhetischen Ebene abspielen, mit Verkleidungen und Zubehör, als an der reinen Mechanik. Wer die Zeiten des in der Garage frisierten Neos 50 2T vermisst, findet hier eine bravere Maschine, die auf Langlebigkeit ausgelegt ist.
Dieser Yamaha Neos der neuen Generation zielt auf ein urbanes, pragmatisches Publikum ab, vielleicht sogar auf Zweirad-Einsteiger. Er erhebt nicht den Anspruch, einen GT für die Autobahn zu ersetzen oder mit einem gebrauchten Neos 50cc auf dem Tuning-Markt zu konkurrieren. Sein Spielfeld ist die Stadt, und auf diesem Terrain setzt er die richtigen Haken: leicht, leise, sparsam, einfach. Yamaha liefert hier ein effizientes Mobilitätswerkzeug statt eines Leidenschaftsobjekts – und vielleicht ist genau das, was der tägliche Arbeitsweg braucht.
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