Schlüsselleistung

75 ch
Leistung
🔧
689 cc
Hubraum
💰
10 000 €
Neupreis
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Technische Daten

Motor

Hubraum
689 cc
Leistung
75.0 ch @ 9000 tr/min (55.2 kW)
Drehmoment
67.7 Nm @ 6500 tr/min
Motortyp
Bicylindre en ligne, 4 temps
Kühlung
liquide
Bohrung × Hub
80 x 68.6 mm
Ventile/Zylinder
4
Nockenwellen
2 ACT
Kraftstoffsystem
Injection

Fahrwerk

Rahmen
type Diamant en tubes d'acier
Getriebe
boîte à 6 rapports
Endantrieb
Chaîne
Vorderradaufhängung
Fourche téléscopique Ø 41 mm, déb : 130 mm
Hinterradaufhängung
Mono-amortisseur, déb : 130 mm

Bremsen

Vorderradbremse
Freinage 2 disques Ø 282 mm, étrier 4 pistons
Hinterradbremse
Freinage 1 disque Ø 245 mm, étrier simple piston
Vorderreifen
120/70-17
Hinterreifen
180/55-17

Abmessungen

Neupreis
10 000 €

Übersicht

Was passiert, wenn Yamaha die Schlüssel seiner MT-07 an Shinya Kimura übergibt, einen der meistrespektierten Custom-Bike-Bauer der Welt? Man erhält die Faster Sons, eine Maschine, die sich weigert, zwischen Tradition und Moderne zu wählen. 2015 hatte der Hersteller aus Iwata den Mut, einem kalifornischen Handwerker japanischer Herkunft freie Hand zu lassen, der für seine organischen Kreationen und seine Linien aus einer anderen Zeit bekannt ist. Das Ergebnis ähnelt nichts von dem, was der Yamaha-Katalog damals zu bieten hatte. Und genau das macht sie so faszinierend.

Yamaha MT-07 Faster Sons par Shinya Kimura

Ausgangspunkt ist der Reihenzweizylinder mit 689 cc, der den Erfolg der MT-07 begründet. Ein Triebwerk, das Kimura sofort ins Herz schloss, verführt von seiner Drehmomentfreudigkeit. Und das ist nachvollziehbar: 67,7 Nm ab 6.500 U/min – das ist die Art von Motor, die kräftig in den nutzbaren Drehzahlen schiebt, jenen, die man auf der Straße tatsächlich ausreizt. Die 75 PS bei 9.000 U/min reichen locker aus, um Spaß zu haben, ohne sich in Gefahr zu bringen. Kimura hat übrigens zugegeben, dass derjenige, der diesen Motor konstruiert hat, die Motorradfahrerei aufrichtig lieben muss. Schwer, ihm da zu widersprechen. Dieser Paralleltwin mit vier Ventilen pro Zylinder, einer Bohrung von 80 mm und einem Hub von 68,6 mm, setzt auf sofortige Gasannahme statt auf rohe Leistung. Eine Entscheidung, die perfekt zur Philosophie des Projekts passt.

Wo Kimura wirklich zugeschlagen hat, ist seine Fähigkeit, einen entschieden zeitgemäßen Motor in ein Kleid zu hüllen, das an die Café Racer vergangener Tage erinnert, ohne in Retro-Karikatur zu verfallen. Keine aufgesetzten Kühlrippen, keine Vorspiegelung falscher Tatsachen. Die Faster Sons steht zu ihrem modernen Motor und integriert ihn zugleich in eine puristische, fast skulpturale Silhouette. Der Diamantrahmen aus Stahlrohren bleibt der der MT-07, ebenso wie die 41-mm-Telegabel und das Zentralfederbein, die jeweils 130 mm Federweg bieten. Beim Bremssystem kommen vorn zwei 282-mm-Scheiben mit Vierkolben-Bremszangen zum Einsatz, hinten eine 245-mm-Scheibe. Auf dem Papier nichts Revolutionäres, aber das Gesamtpaket funktioniert stimmig. Das Fahrwerk atmet Effizienz ohne Überflüssiges.

Das eigentliche Diskussionsthema ist der Preis. Mit 10.000 Euro kostete diese Faster Sons deutlich mehr als eine damalige Standard-MT-07. Für diesen Aufpreis bekam der Käufer ein von einem anerkannten Künstler signiertes Stück, eine einzigartige Ästhetik und das Privileg, etwas zu fahren, das sonst niemand auf dem Parkplatz des Eck-Cafés besitzt. Gegenüber einer Ducati Scrambler oder einer Triumph Street Twin war das Angebot ein anderes: weniger ausgereift in Sachen Ausstattung, aber radikaler im künstlerischen Ansatz. Man kaufte kein customisiertes Motorrad. Man kaufte eine Vision.

Diese Yamaha MT-07 Faster Sons richtete sich an Motorradfahrer, die mehr suchen als ein mit Superlativen aufgeblähtes Datenblatt. Stadtfahrer, Liebhaber schöner Mechanik, Menschen, die für die kreative Geste ebenso empfänglich sind wie für die Freude am Fahren. Kimura ist es gelungen, Altes und Neues zu verschmelzen, ohne das eine oder das andere zu opfern. Die Maschine fährt, bremst, beschleunigt und nimmt Kurven mit der Ernsthaftigkeit einer bewährten MT-07. Sie tut es einfach mit einem Gesicht, das ihr sonst niemand zu geben gewagt hat. Und in einem Markt, der mit braven Neo-Retro-Modellen gesättigt ist, verdient dieser Mut Respekt.

Praktische Infos

  • La moto est accessible aux permis : A

Häufig gestellte Fragen

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