Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 853 cc
- Leistung
- 55.0 ch @ 6250 tr/min (40.5 kW)
- Drehmoment
- 62.8 Nm @ 3000 tr/min
- Motortyp
- Bicylindre Transversal, 4 temps
- Kühlung
- combiné air / huile
- Verdichtungsverhältnis
- 10.5:1
- Bohrung × Hub
- 84 x 77 mm
- Ventile/Zylinder
- 2
- Nockenwellen
- 1 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection
Fahrwerk
- Rahmen
- Cadre tubulaire en acier
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Cardan
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique Ø 40 mm, déb : 130 mm
- Hinterradaufhängung
- 2 amortisseurs latéraux, déb : 97 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 1 disque Ø 320 mm, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 260 mm, étrier 2 pistons
- Vorderreifen
- 130/90-16
- Vorderreifendruck
- 2.50 bar
- Hinterreifen
- 150/80-16
- Hinterreifendruck
- 2.80 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 780.00 mm
- Tankinhalt
- 15.00 L
- Trockengewicht
- 199.00 kg
- Neupreis
- 10 500 €
Übersicht
Fünfzig Jahre. So alt war die V7, als Moto Guzzi sich entschloss, die Tore seiner Fabrik in Mandello del Lario Anfang September 2017 zu öffnen, um den Geburtstag jenes Motorrads zu feiern, das alles für die Marke verändert hat. Und um das Ereignis zu markieren, präsentierten die Italiener diese V9 Bobber Open House Special Edition – eine Variante, die viel über ihre Art zu gedenken aussagt: kein zusätzliches Chrom, kein goldener Schnörkel. Schwarz. Nur Schwarz.

Die Total Black-Behandlung umfasst jede sichtbare Oberfläche, jedes Metallteil, jedes Detail, das unter anderen Umständen hätte glänzen können. Der Tank trägt ein Gedenklogo, das eigens für diesen Anlass entworfen wurde. Die Bar-End-Spiegel sitzen am Lenkerende, die aus dem Vollen gefrästen Aluminium-Zylinderkopfschutzplatten vervollständigen das Ensemble, und ein stilisierter Windschild setzt den letzten Akzent. Das ist stimmig, konsequent umgesetzt, und verleiht dieser limitierten Serie eine schärfere Identität als dem Standard-Bobber – der in seiner Klasse ohnehin alles andere als zurückhaltend ist.
Unter dieser dunklen Hülle schlägt der quer eingebaute Zweizylinder mit 853 cc, 55 PS bei 6250 U/min und vor allem 62,8 Nm Drehmoment, das bereits ab 3000 U/min anliegt. Die Leistungszahlen begeistern auf dem Papier nicht sonderlich, doch der Guzzi-V-Twin hat nie nach dieser Logik funktioniert. Diesen Motor erlebt man, man liest ihn nicht. Er zieht, er knurrt bei niedrigen Drehzahlen, er kommuniziert über Vibrationen und die Stöße seiner Kardanwelle – eben jene Kardanwelle, die die Marke aus Mandello von allen japanischen und deutschen Konkurrenten in diesem Segment unterscheidet. Mit 199 kg trocken bleibt die Maschine handlich, und der Sattel auf 780 mm Höhe macht sie für eine breite Palette von Fahrergrößen zugänglich.
Gegenüber einer Triumph Bonneville Bobber oder einer Royal Enfield Thunderbird 500 spielt die Guzzi auf einem anderen Register: Sie ist teurer, exklusiver, und bekennt sich vollständig zu ihrem transalpinen Charakter. Auf Technik wird dabei nicht verzichtet. Die Traktionskontrolle arbeitet in zwei Modi, ABS ist serienmäßig, ein USB-Anschluss findet sich im Cockpit, und die Multimedia-Plattform MG-MP bleibt als Option verfügbar. Lenkersteuerung, Sechsganggetriebe – alles ist vorhanden, damit sich der Fahrer auf die Straße konzentrieren kann statt auf Menüs.
Diese Open House richtet sich an einen ganz bestimmten Käufer: jemanden, der Guzzi kennt, der die verlangten 10.500 Euro für ein 55-PS-Motorrad akzeptiert, und der in dieser kommemorativem Seltenheit mehr sieht als bloßes Marketing-Beiwerk. Das ist eine Maschine für Überzeugte, nicht für Neugierige. Für alle anderen bleibt der Roamer ein sanfterer Einstieg in die Familie. Doch wer die kompromissloseste, roheste Version will – diejenige, die noch nach der Werkstatt in Mandello riecht – der hat die Wahl schnell getroffen.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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