Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 889 cc
- Leistung
- 115.0 ch @ 9000 tr/min (84.6 kW)
- Drehmoment
- 92.2 Nm @ 8000 tr/min
- Motortyp
- Bicylindre en ligne, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 13.5 : 1
- Bohrung × Hub
- 90.7 x 68.8 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection Ø 46 mm
Fahrwerk
- Rahmen
- Treillis en tubes d'acier au chrome molybdène
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique inversée WP Ø 43 mm, déb : 140 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur WP, déb : 150 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Ø 300 mm, fixation radiale, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 240 mm, étrier 2 pistons
- Vorderreifen
- 120/70-17
- Vorderreifendruck
- 2.30 bar
- Hinterreifen
- 180/55-17
- Hinterreifendruck
- 2.50 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 825.00 mm
- Tankinhalt
- 14.00 L
- Trockengewicht
- 169.00 kg
- Neupreis
- 11 690 €
Übersicht
Wenn ein MotoGP-Hersteller beschließt, seine Grand-Prix-Maschine als limitierte Serie für den Normalsterblichen aufzulegen, horcht man auf. KTM und Tech3 fahren seit 2019 gemeinsam, dem Jahr, in dem das Team von Hervé Poncharal zum Satellitenarm der Firma aus Mattighofen wurde. Eine Partnerschaft, die auf den Rennstrecken Früchte getragen hat, denn die Struktur aus dem Var hat einen beträchtlichen Anteil der KTM-Podiumsplätze in der Königsklasse eingefahren. Um diese Allianz zu feiern, kamen die Österreicher auf die Idee, die Lackierung der Wettbewerbs-RC16 auf ihren Flaggschiff-Roadster zu übertragen. So entsteht die KTM 890 Duke Black Tech3 Limited Edition, Jahrgang 2021.

Unter der Lackierung findet man die wohlbekannte 890 Duke wieder. Ihr Reihenzweizylinder mit 889 cm3 spuckt 115 PS bei 9 000 U/min und 92 Nm Drehmoment bei 8 000 Touren aus, das Ganze untergebracht in einem Gitterrohrrahmen aus Chrom-Molybdän-Stahl, der trocken nur 169 kg wiegt. Das ist die Art von Leistungsgewicht, die einem ein Dauergrinsen unter den Helm zaubert, vor allem wenn die WP-Federelemente – eine 43-mm-Upside-down-Gabel vorne und ein Monodämpfer hinten – ihre Arbeit mit der gewohnten Präzision verrichten. Die Bremsanlage folgt der gleichen Logik: zwei radial montierte 300-mm-Scheiben vorne, eine 240-mm-Scheibe hinten. Auf dem Papier bleibt die 890 Duke einer der schärfsten Mittelklasse-Roadster auf dem Markt, fähig, einer Yamaha MT-09 oder einer Triumph Street Triple auf deren eigenem Terrain Paroli zu bieten.
Was diese Black Tech3 von der Standard-Duke unterscheidet, sind die Ausstattungsdetails. Das schwarz-orangefarbene Kleid übernimmt originalgetreu die Farbcodes des Rennstalls aus Bormes-les-Mimosas, mit dem Tech3-Logo, das sich über den 14-Liter-Tank erstreckt. Ein puristischer Motorschutz, ein Soziusabdeckung mit dem Teamemblem und vor allem ein Akrapovic-Schalldämpfer aus Titan und Carbon vervollständigen das Bild. Letzterer ist nicht nur Optik: Er entfesselt den rauen Klang des österreichischen Twins und rechtfertigt teilweise den Preisaufschlag. Denn ja, die Rechnung klettert auf 11 690 Euro, spürbar mehr als die Katalog-890-Duke und fast auf dem Niveau der 890 Duke R, die immerhin über semiaktive WP-Apex-Federelemente verfügt.
Bleibt die Frage der Seltenheit. Hundert Exemplare, nicht eines mehr, exklusiv dem französischen Markt vorbehalten. Eine selbstbewusst patriotische Entscheidung, die die französischen Tech3-Fans schmeichelt, auch wenn man bedauern kann, dass sich die Hommage an dreißig Jahre Wettbewerbsgeschichte des Teams nicht in tiefgreifenderen Modifikationen niederschlägt. Keine spezifische Motorkennfeldabstimmung, keine dedizierten Fahrwerkseinstellungen. Man bewegt sich klar im Bereich der kosmetischen Sonderserie, mit einem Akrapovic als Trostpflaster. Sammler und MotoGP-Liebhaber werden auf ihre Kosten kommen. Fahrer auf der Suche nach purer Leistung schauen sich besser bei der Duke R um, für nur wenige hundert Euro mehr.
Die 890 Duke Black Tech3 richtet sich also an ein ganz bestimmtes Publikum: jenes, das auf einem Stück MotoGP-Geschichte fahren möchte, mit der Gewissheit, an der roten Ampel nur wenigen Duplikaten zu begegnen. Für alle anderen bleibt die Standard-890-Duke das Schweizer Taschenmesser des sportlichen Roadsters, von verheerender Effizienz zu einem günstigeren Preis. KTM hat es verdient, die Karte der Exklusivität gespielt zu haben, ohne eine ohnehin solide mechanische Basis zu verfälschen. Man hätte sich lediglich gewünscht, dass die Verbindung zum Wettbewerb über das Stadium der Lackierung hinausgeht.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS
Praktische Infos
- Véhicule accessible au permis A2 ou bridable à 47.5ch / 35 Kw
- La moto est accessible aux permis : A, A2
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