Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 193 cc
- Motortyp
- Single cylinder, two-stroke
- Kühlung
- Liquid
- Bohrung × Hub
- 64.0 x 60.0 mm (2.5 x 2.4 inches)
- Kraftstoffsystem
- Carburettor
- Zündung
- Contactless, controlled, fully electronic ignition system with digital ignition timing adjustment, type Kokusan
- Starter
- Electric & kick
Fahrwerk
- Rahmen
- Chrome-molybdenum steel central-tube
- Getriebe
- 6-speed
- Endantrieb
- Chain (final drive)
- Kupplung
- Wet, multi-disc clutch, Magura hydraulics
- Vorderradaufhängung
- WP USD Ø 48 mm
- Hinterradaufhängung
- WP PDS shock absorber
- Federweg vorne
- 300 mm (11.8 inches)
- Federweg hinten
- 335 mm (13.2 inches)
Bremsen
- Vorderradbremse
- Single disc
- Hinterradbremse
- Single disc
- Vorderreifen
- 80/100-21
- Hinterreifen
- 140/80-18
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 960.00 mm
- Radstand
- 1471.00 mm
- Bodenfreiheit
- 355.00 mm
- Tankinhalt
- 9.50 L
- Trockengewicht
- 99.50 kg
- Neupreis
- 8 000 €
Übersicht
Stellen Sie sich einen Zweitaktmotor mit 193 cc vor, der kaum mehr wiegt als eine 125er, dessen Fahreindrücke aber gefährlich nah an eine 250er heranreichen. Genau das ist die Wette, die KTM seit Jahren mit der KTM 200 EXC einlöst, und die Version 2016 bestätigt dies ohne Umschweife. Auf dem Papier wirkt der Hubraum bescheiden. Im Gelände vergisst man die 99,5 kg Trockengewicht dieser Maschine sofort, sobald das Auspuffventil öffnet und das gesamte Gespann mit einer Direktheit nach vorne katapultiert, um die viele schwerere Motorräder beneiden. Wer bei der KTM 200 EXC nach nackten Leistungszahlen sucht, wird enttäuscht sein: KTM kommuniziert darüber nicht. Doch jeder, der diese Maschine gefahren hat, weiß, dass sich die Frage kaum noch stellt, sobald die Füße auf den Fußrasten ruhen.

Der Rahmen aus Chrom-Molybdän-Stahl hat seine Philosophie nicht verändert, seit die EXC-Linie ihre Standards im Enduro gesetzt hat – und das ist konsequent: Man rührt nicht an dem, was funktioniert. Die Längssteifigkeit des Hauptrohrs bildet das Rückgrat eines bemerkenswert stimmigen Gesamtpakets, bei dem der gegossene Aluminiumschwingarm in Symbiose mit dem direkt an seinem oberen Teil angelenkten WP-PDS-Dämpfer arbeitet. Der Vorteil dieses hebelfreien Systems ist die unmittelbare Reaktion auf Schläge, ohne die mitunter trügerische Filterung von Gestängelösungen. Die 48-mm-USD-Gabel von WP, für diesen Jahrgang mit reduziertem Nachlauf und neuen Faltenbalgen überarbeitet, komplettiert ein präzises Vorderrad, zu dessen besonders kommunikativer Rückmeldung auf zerhacktem Terrain die CNC-gefrästen Gabelbrücken beitragen. Die Sitzhöhe von 960 mm und die Bodenfreiheit von 355 mm machen unmissverständlich klar, dass diese Maschine für das Gelände konzipiert ist – nicht für den Stadtverkehr.
Ob Sie nach einer KTM 200 EXC Occasion suchen oder die KTM 200 EXC technische Daten studieren, um zu verstehen, warum dieses Modell die Jahre so erfolgreich übersteht – ein Element kehrt stets wieder: die Balance zwischen Handlichkeit und verfügbarer Leistung. Während eine 250er Zweitakter Engagement und Technik erfordert, um sauber bewegt zu werden, spricht die 200 EXC einen breiteren Fahrerkreis an. Der 70-kg-Fahrer, der mit dem technischen Enduro beginnt, findet darin eine beherrschbare Maschine; der erfahrene Pilot, der die KTM 200 EXC seit den frühen 2000er-Jahren kennt – etwa die KTM 200 EXC 2001 oder die KTM 200 EXC 2003 – ermisst den Fortschritt bei Federung und Ergonomie und erkennt dabei diesen unverwechselbaren Motorcharakter wieder. Der Radstand von 1471 mm ordnet die Maschine in eine ernsthafte Stabilitätskategorie ein, ohne je die Agilität zu opfern, für die die EXC in technischem Gelände bekannt ist.
Die Brembo-Bremsen mit Wave-Scheiben zählen weiterhin zu den besten Referenzen der Klasse; KTM war klug genug, für 2016 nicht daran zu rühren. Der 9,5-Liter-Tank aus Polyethylen gewährleistet eine vernünftige Reichweite für einen Endurotag ohne ungewollte Tankstopps. Der hochfeste Aluminium-Lenker von Neken, in vier Positionen verstellbar, sowie das kompakte MAE-Cockpit verleihen dem gesamten Cockpitbereich eine funktionale Schlichtheit, die man schätzt, wenn der Fokus auf der Linie liegt. Das Auspuffsystem der KTM 200 EXC mit seinem elektronisch gesteuerten Ventil regelt die Leistungskurve so, dass der Motor bereits aus tiefen Drehzahlen nutzbar ist, ohne dabei den Punch im oberen Drehzahlbereich zu opfern.
Zum Preis von 8.000 Euro positioniert sich dieser 2016er Jahrgang vernünftig gegenüber einer Husqvarna TE 250 oder einer Beta RR 200, die dasselbe Segment anvisieren. Die KTM 200 EXC bleibt eine Nischenmaschine zwischen zwei klar definierten Segmenten – und genau darin liegt ihre Stärke. Sie passt zum Fahrer, der im Enduro Fortschritte machen möchte, ohne gegen das eigene Motorrad kämpfen zu müssen, und bietet dabei genug Charakter, um das Interesse langfristig zu erhalten. Weder Einsteigerin noch Rennmaschine – diese 200-cc-Zweitakterin besetzt eine seltene Marktposition, und KTM ist sich dessen sehr wohl bewusst.
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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