Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Leistung
- 6.8 ch @ 2800 tr/min (5.0 kW)
- Drehmoment
- 40.2 Nm
- Kühlung
- par air
Fahrwerk
- Rahmen
- treillis en tubes d'acier
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche telescopique Ø 41 mm, déb : 120 mm
- Hinterradaufhängung
- Monoamortisseur, déb : 133 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 1 disque Ø 290 mm, étrier 2 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 220 mm, étrier 2 pistons
- Vorderreifen
- 100/80-17
- Hinterreifen
- 130/70-17
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 785.00 mm
- Gewicht
- 140.00 kg
- Neupreis
- 8 763 €
Übersicht
Wer hätte gedacht, dass der Name Ninja eines Tages mit 6,8 PS in Verbindung gebracht würde? Kawasaki wagt dennoch den Schritt mit der Ninja e-1, dem ersten elektrischen Sportmodell aus dem Hause Akashi. Auf dem Papier klingt das Versprechen verlockend: das scharfe Ninja-Design, die Stille eines Elektromotors, null Emissionen. In der Praxis fällt das Erwachen sanfter aus als ein Sonntagmorgen. Mit ihren 5 kW Nennleistung, was einem ordentlichen 50-ccm-Roller entspricht, spielt diese Kawasaki Ninja e-1 in einer Kategorie, die niemand von einer Maschine mit diesem Emblem erwartet hätte. Das Drehmoment von 40,2 Nm rettet beim Anfahren ein wenig die Ehre, typisch für Elektroantriebe, doch die Höchstgeschwindigkeit bleibt im Road-Modus mit aktiviertem Boost auf 99 km/h begrenzt. Ohne ihn liegt das Maximum bei 85 km/h. Im Eco-Modus sind es 62 km/h. Die Autobahn ist damit schlichtweg ausgeschlossen.

Was das Fahrwerk betrifft, hat Kawasaki das Rad nicht neu erfunden. Die Ninja e-1 übernimmt den Stahl-Gitterrohrrahmen der Ninja 400, deren 41-mm-Telegabel mit 120 mm Federweg sowie ein in der Vorspannung einstellbares Federbein. Die Bremsanlage beschränkt sich auf eine 290-mm-Scheibe vorn und eine 220-mm-Scheibe hinten, jeweils mit einem Zweikolben-Sattel. Angesichts der Leistung ausreichend, aber weit entfernt von dem Biss, den man von einer Maschine mit dem Ninja-Schriftzug erwartet. Die Reifen in den Dimensionen 100/80-17 und 130/70-17 bleiben bescheiden. Die Sitzhöhe von 785 mm macht die Maschine für die meisten Körpergrößen zugänglich. Das Gesamtgewicht beträgt 140 kg, womit sie die leichteste aller Ninja-Modelle ist. Doch dieser Gewichtsvorteil gegenüber der thermischen 400er wird durch die beiden herausnehmbaren 30-Ah-Batterien aufgezehrt, die den Motorblock und den Luftfilterkasten ersetzen.
Die Batterie und die Reichweite der Kawasaki Ninja e-1 bilden den neuralgischen Punkt dieses Angebots. Sie bietet eine geschätzte Reichweite von 72 Kilometern, vorausgesetzt man geht sparsam mit dem Boost um. Jede Nutzung dieser auf 15 Sekunden begrenzten Funktion lässt den Zähler der verbleibenden Kilometer sichtbar sinken. Die Maschine verfügt über keine Schnellladefunktion; es dauert 3 Stunden und 45 Minuten, um jede Batterie an einer herkömmlichen Haushaltssteckdose zu laden. Keine Schnellladestation, keine Wunderlösung. In der Stadt, für kurze und planbare Strecken, kann das funktionieren. Für alles andere muss vorausgeplant werden. Ein Rekuperationssystem beim Bremsen versucht, einige wertvolle Prozentpunkte zurückzugewinnen, verändert aber die Gleichung nicht grundlegend.

Das eigentliche Problem dieser Ninja e-1 liegt nicht in dem, was sie ist, sondern in dem, was sie kostet. Die Kawasaki Ninja e-1 wird zu einem Preis von 8.763 Euro angeboten, beziehungsweise 8.999 Euro mit Ladegerät. Für diesen Betrag bekommt man eine thermische Ninja 650, die unvergleichlich leistungsstärker und vielseitiger ist. Selbst eine Z900 wird in Reichweite rückt. Kawasaki hat das offensichtlich erkannt, denn die Marke bot im Frühjahr 2025 ein Angebot für 5.599 Euro an, um die Lagerbestände abzubauen. Zu diesem reduzierten Preis hält das Argument besser stand: eine urbane, leise Maschine ohne Kupplung und Schaltung, ausgestattet mit einem farbigen TFT-Display mit Bluetooth, die für ein städtisches Publikum geeignet sein kann, das eine saubere und originelle Alternative sucht.
Letztlich verdeutlicht die Kawasaki Ninja e-1 das Paradoxon des Elektromotorrads im Jahr 2024. Die Optik verspricht Kampfgeist, die Leistung lädt zum Spazierenfahren ein. Sie richtet sich weder an Rennstreckenfahrer noch an Tourenfahrer und auch nicht an Adrenalinjunkies. Ihr Spielfeld sind der Stadtring, die Boulevards, der Weg von zu Hause ins Büro. Für Elektro-Neugierige, die lieber ein Produkt mit dem Kawasaki-Schriftzug wollen als einen chinesischen Roller, ergibt die e-1 Sinn. Für alle anderen bleibt der Verbrenner-Katalog der Marke unendlich überzeugender.
Serienausstattung
- Nombre de mode de conduite : 2
- Taille de l'écran TFT couleur : 10,92 cm / 4.3 pouces
- Bluetooth
- Marche arrière
- Aide à la manoeuvre
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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