Schlüsselleistung
Technische Daten
- Hubraum
- 1721 cc → 1811 cc
- Leistung
- 71.0 ch @ 4500 tr/min (52.2 kW) → 74.0 ch (54.4 kW)
- Drehmoment
- 135.3 Nm @ 2400 tr/min → 138.9 Nm @ 3000 tr/min
- Motortyp
- Bicylindre en V à 45°, 4 temps → V2, four-stroke
- Kühlung
- par air → Air
- Verdichtungsverhältnis
- 9 : 1 → 9.5:1
- Bohrung × Hub
- 100,73 x 107.95 mm → 101.0 x 113.0 mm (4.0 x 4.4 inches)
- Kraftstoffsystem
- Injection → Injection. Closed Loop Sequential Port Fuel Injection
- Starter
- — → Electric
- Rahmen
- simple berceau tubulaire en acier → Cast Aluminum Frame with Integrated Air-Box
- Getriebe
- boîte à 6 rapports → 6-speed
- Endantrieb
- Courroie → Belt (final drive)
- Kupplung
- — → Wet, Multi-Plate
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique Ø 41 mm, déb : 108 mm → Telescopic fork
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur, déb : 73 mm → Single shock
- Federweg vorne
- — → 119 mm (4.7 inches)
- Federweg hinten
- — → 94 mm (3.7 inches)
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Ø 292 mm, étrier 4 pistons → Double disc. ABS. Floating discs. 4 piston caliper.
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 292 mm, étrier 2 pistons → Single disc. ABS. Floating disc. 2-piston caliper.
- Vorderreifen
- 130/90-16 → 130/90-16
- Vorderreifendruck
- — → 2.48 bar
- Hinterreifen
- 150/90-16 → 150/80-16
- Hinterreifendruck
- — → 2.76 bar
- Sitzhöhe
- 708.00 mm → 692.00 mm
- Radstand
- — → 1730.00 mm
- Länge
- — → 2634.00 mm
- Breite
- — → 1001.00 mm
- Höhe
- — → 1490.00 mm
- Tankinhalt
- 21.00 L → 20.80 L
- Gewicht
- 375.00 kg → 379.00 kg
- Trockengewicht
- 341.50 kg → 364.00 kg
- Neupreis
- 40 000 € → 26 700 €
Motor
- Hubraum
- 1811 cc
- Leistung
- 74.0 ch (54.4 kW)
- Drehmoment
- 138.9 Nm @ 3000 tr/min
- Motortyp
- V2, four-stroke
- Kühlung
- Air
- Verdichtungsverhältnis
- 9.5:1
- Bohrung × Hub
- 101.0 x 113.0 mm (4.0 x 4.4 inches)
- Ventile/Zylinder
- 2
- Kraftstoffsystem
- Injection. Closed Loop Sequential Port Fuel Injection
- Starter
- Electric
Fahrwerk
- Rahmen
- Cast Aluminum Frame with Integrated Air-Box
- Getriebe
- 6-speed
- Endantrieb
- Belt (final drive)
- Kupplung
- Wet, Multi-Plate
- Vorderradaufhängung
- Telescopic fork
- Hinterradaufhängung
- Single shock
- Federweg vorne
- 119 mm (4.7 inches)
- Federweg hinten
- 94 mm (3.7 inches)
Bremsen
- Vorderradbremse
- Double disc. ABS. Floating discs. 4 piston caliper.
- Hinterradbremse
- Single disc. ABS. Floating disc. 2-piston caliper.
- Vorderreifen
- 130/90-16
- Vorderreifendruck
- 2.48 bar
- Hinterreifen
- 150/80-16
- Hinterreifendruck
- 2.76 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 692.00 mm
- Radstand
- 1730.00 mm
- Länge
- 2634.00 mm
- Breite
- 1001.00 mm
- Höhe
- 1490.00 mm
- Tankinhalt
- 20.80 L
- Gewicht
- 379.00 kg
- Trockengewicht
- 364.00 kg
- Neupreis
- 26 700 €
Übersicht
Wer konnte 2016 noch behaupten, das goldene Zeitalter des amerikanischen Motorrads wiederzubeleben, ohne in die Karikatur abzugleiten? Indian, wenige Jahre zuvor von den Toten auferstanden, wagte mit der Chief Vintage genau dieses Experiment. Und das Ergebnis nötigt Respekt ab, auch wenn nicht alles perfekt ist an diesem großen Cruiser mit dem Temperament einer Lokomotive.

Unter dieser chromblitzenden, mit hellbraunem Leder verzierten Retro-Silhouette verbirgt sich der Thunder Stroke 111, ein luftgekühlter V-Twin mit 1811 cc, der 74 PS und vor allem 138,9 Nm Drehmoment ab 3000 U/min liefert. Auf dem Papier wirkt die Leistung bescheiden. In der Praxis gibt bei diesem Maschinentyp das Drehmoment den Ton an, und davon ist mehr als genug vorhanden. Die Indian Chief Vintage wuchtet ihre 379 kg fahrfertig mit gelassener Autorität voran, getragen von einem sechsstufigen Riemenantrieb von bemerkenswerter Geschmeidigkeit. Gegenüber einer Harley-Davidson Heritage Softail Classic ist das Angebot klar: Indian setzt auf einen gegossenen Aluminiumrahmen, wo Milwaukee noch am Stahl festhält, und der Zugewinn an Steifigkeit macht sich in schnellen Kurven bemerkbar. Die Telegabel und das einzelne Federbein hinten verrichten ihre Arbeit ohne besondere Genialität, doch der Sattel in nur 692 mm Höhe beruhigt kleinere Staturen und erleichtert das Rangieren im Stand.
Die Bremsanlage verdient besondere Aufmerksamkeit. Doppelte schwimmend gelagerte Scheiben vorne mit Vierkolben-Sätteln, eine einzelne schwimmend gelagerte Scheibe hinten mit Zweikolben-Sattel, das Ganze unterstützt von einem serienmäßigen ABS. Für ein Motorrad dieser Größe und dieser Preisklasse ist das das absolute Minimum, und Indian hatte die Weisheit, hier nicht zu sparen. Die angegebene Höchstgeschwindigkeit von 180 km/h bleibt nebensächlich: Niemand kauft eine Chief Vintage, um auf Landstraßen anzugreifen. Ihr Spielfeld ist die endlose Bundesstraße unter sommerlichem Himmel, wobei der 20,8-Liter-Tank komfortable Etappen zwischen zwei Tankstellen ermöglicht.

In Sachen Ausstattung unterscheidet sich die Vintage von der Chief Classic durch ihre Hartleder-Satteltaschen, ihre abnehmbare Windschutzscheibe und ihre gearbeitete Zweisitzer-Polsterung. Speichenräder, Weißwandreifen in 130/90-16 und 150/80-16, Zeigerinstrument in einer breiten Konsole, schlüsselloser Start und Tempomat vervollständigen ein Paket, das auf die große Reise ausgelegt ist. Das Gesamtbild atmet Authentizität, auch wenn Puristen bemerken werden, dass die verchromten Kunststoff-Motorabdeckungen einige Produktionseinsparungen verraten. Auf dem Gebrauchtmarkt findet man die Indian Chief Vintage inzwischen zu erschwinglicheren Preisen, wobei die Jahrgänge 2017, 2018 und 2019 von kleineren Überarbeitungen ohne große Revolution profitierten. Die Versionen 2020 und 2021 setzten diesen Weg fort, bevor die Chief-Baureihe komplett überarbeitet wurde.

Der Neupreis von 26 700 Euro positioniert die Chief Vintage in einer Premium-Kategorie, in der jeder Euro verhandelt wird. Das ist teuer, ja. Aber man muss die Dinge ins Verhältnis setzen: Die Vorgängergeneration mit dem PowerPlus 105 kratzte an der 40 000-Euro-Marke. Die Rechnung schrumpfte um ein Drittel für ein technisch ausgereifteres Motorrad. Für alle, die von Amerika träumen, ohne den Atlantik zu überqueren, für den Sonntagstourenfahrer wie für den versierten Sammler, stellt diese Indian Chief Vintage 2016 einen glaubwürdigen Einstieg in die Welt der charaktervollen Cruiser dar. Sie wird weder Rennstreckenfahrern noch eiligen Stadtfahrern zusagen. Sie richtet sich an jene, die den Weg als Ziel betrachten und das Grollen eines großen Twins als den schönsten aller Soundtracks. Eine Probefahrt mit der Indian Chief Vintage genügt in der Regel, um sich zu entscheiden: Entweder verfällt man ihrem Charme, oder man kehrt zu Harley zurück. Bei dieser Maschine gibt es kein Dazwischen.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS de série
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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