Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Leistung
- 163.2 ch (120.0 kW)
- Drehmoment
- 214.8 Nm
Fahrwerk
- Rahmen
- treillis tubulaire en acier
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique inversée Öhlins FGRT Ø 43 mm, déb : 110 mm
- Hinterradaufhängung
- monoamortisseur Öhlins AG PRX, déb : 56 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage Brembo, GP4
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque
Abmessungen
- Trockengewicht
- 247.00 kg
Übersicht
Wenn Bologna beschließt, den Stromkreis an Adrenalin anzuschließen, entsteht die Ego Corsa. Energica, die italienische Marke, die lange Zeit die MotoE als Serienmotorrad geliefert hat, macht mit diesem Modell keine halben Sachen: 120 kW am Tank, das sind 163 Pferdestärken, ohne Drehzahlaufbau, ohne Zwischengas, ohne die kleinste Zögerlichkeit. Das Drehmoment, 214,8 Nm, kommt bereits ab dem ersten Millimeter Gasgriff. Das ist der grundlegende Unterschied zu allem, was wir aus der thermischen Welt kennen: keine Leistungskurve, die es zu zähmen gilt, sondern eine Mauer aus sofortigem Drehmoment.

Das Stahlrohr-Gitterchassis erhält eine Ausstattung, die keinen Zweifel an den Absichten des Motorrads lässt. Upside-Down-Gabel Öhlins FGRT mit 43 mm Durchmesser vorne, Monoschwingarmfederung Öhlins AG PRX hinten, Brembo GP4-Bremsanlage mit radialen Bremssätteln vorne und Einzelbremscheibe im Kurvenausgang. Das sind die Komponenten, die man bei Premium-Thermischen Sportmotorrädern zu 25.000 Euro und darüber findet. Die Ego Corsa macht hier keine Kompromisse, und das ist mit ihrem Positionierung konsistent. Es handelt sich hier nicht um ein Showroom-Sportmotorrad, sondern um ein Motorrad, das für den Einsatz auf der Rennstrecke gebaut wurde.
Das Trockengewicht von 247 Kilogramm ist die Zahl, die den Enthusiasmus abkühlt. Es ist schwer, ehrlich schwer, und kein Marketingargument wird die Physik beim späten Bremsen in Kurve 1 ändern. Eine Ducati Panigale V4 S wiegt rund 175 kg, eine BMW M 1000 RR 192 kg. Die Lithium-Ionen-Batterie wiegt ihren Tribut, so dicht sie auch sein mag. Auf offener Straße oder bei gelegentlichem Trackday mit lockeren Rundenzeiten lässt sich dieses Gewicht bewältigen. Bei intensivem Einsatz auf einer kurzen und technischen Rennstrecke erfordert es eine angepasste Fahrweise, flüssiger, weniger aggressiv beim Lenkerwechsel.
Die angegebene Höchstgeschwindigkeit von 260 km/h platziert die Ego Corsa im Bereich der ernsten Sportmotorräder, nicht von Spielzeugen. Sie richtet sich an ein Publikum von Enthusiasten, wahrscheinlich bereits Besitzer von Thermischen Motorrädern, neugierig auf das elektrische Erlebnis, ohne auf das Ausstattungsniveau verzichten zu wollen. Es ist kein Motorrad für den Einstieg auf der Rennstrecke, das Gewicht und die sofortige Motorreaktion erfordern eine Vorerfahrung. Es ist ein Motorrad für den aufgeklärten Trackday-Fahrer, der auf technologische Entwicklungen achtet und die Einschränkungen der Reichweite im Austausch für ein radikal anderes Fahrerlebnis akzeptiert.
Energica hat mit der Ego Corsa eine Demonstration davon geschaffen, was die Elektrik bieten kann, wenn man nicht versucht, das Thermische Motorrad nachzuahmen, sondern dessen eigene Regeln ausnutzt. Das relative Schweigen, die vollständige Verfügbarkeit des Drehmoments, das Fehlen von zu schaltenden Gängen: das ist eine andere Art, eine Rennstrecke zu lesen. Nicht besser, nicht schlechter, einfach anders. Für diejenigen, die diese Differenz mit einer Superbike-würdigen italienischen Ausrüstung suchen, ist die Ego Corsa eine kohärente und ausgereifte Antwort.
Serienausstattung
- Jantes forgées
- Contrôle de traction
- Contrôle du frein moteur
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
- Pays de fabrication : Italie
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