Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 1103 cc
- Leistung
- 200.0 ch (147.1 kW)
- Motortyp
- 4 cylindres en L à 90°, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Bohrung × Hub
- 81 x 53.5 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection
Fahrwerk
- Rahmen
- semi-périmétrique en aluminium
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique inversée Öhlins Ø nc
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur Öhlins
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Brembo, fixation radiale, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque
- Vorderreifendruck
- 2.40 bar
- Hinterreifendruck
- 2.50 bar
Abmessungen
- Neupreis
- 23 000 €
Übersicht
Pikes Peak noch vor einer offiziellen Präsentation. Ducati hat nicht auf die EICMA im November 2019 gewartet, um seine Streetfighter V4 der breiten Öffentlichkeit zu enthüllen: Es ist auf 4 300 Metern Höhe in Colorado, dass der Prototyp sich zeigte, getarnt unter einer Baustellen-Lackierung, die die endgültigen Linien verbirgt, aber nichts von der Absicht versteckt. Der Auftritt ist kalkuliert, marketingtechnisch beeindruckend effektiv und vollkommen kohärent mit dem, was Ducati vermitteln möchte.

Was der Prototyp erahnen lässt, genügt dennoch, um den Appetit zu wecken. Ein klarer, aggressiver Lenkkopf, zwei Paare aerodynamischer Anhänge an den Flanken, ein aus dem Sportler übernommener Einschwingarm und dieser halbperiphere Aluminiumrahmen, der das Ganze mit der Präzision eines Rennfahrgestells strukturiert. Die Federelemente stammen vollständig von Öhlins, die Bremsen von Brembo mit radialen Vierkolben-Bremssätteln vorne, und das Ganze wird von einem 1 103-cm3-V4 angetrieben, der direkt aus der Panigale stammt, die ihrerseits mit dem MotoGP-Motor verwandt ist. Im technischen Datenblatt gibt Ducati 200 PS bei einer Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h an. Bei 23 000 Euro liegt man weit entfernt von der früheren 1098 S, aber auch weit über ihrer Kategorie.
Die Positionierung ist klar: Diese Maschine zielt auf erfahrene Piloten, die den Nervenkitzel einer Superbike ohne den Kompromiss einer liegenden Position wollen. Die direkte Konkurrenz ist die MV Agusta Brutale 1000 RR, auf etwa dem gleichen Leistungs- und Preisniveau, mit ähnlicher Philosophie, aber einer anderen Seele. Die Streetfighter V4 spielt die Racing-Abstammungskarte mit einer Offenheit, die sich nur wenige Marken leisten können. BMW mit seiner M 1000 R und Aprilia mit der Tuono V4 Factory bewegen sich im selben Umfeld, haben aber weder den MotoGP-Motor noch diese brutale Inszenierung als Verkaufsargument.
Die Wahl von Pikes Peak ist nicht zufällig. Die Multistrada hat das Rennen dort mehrmals gewonnen und die Ducati-Fahne auf dem Gipfel eines Rennens gepflanzt, das Engineering, Mut und präzise Vorbereitung vereint. Einen Roadster-Prototyp auf denselben Berg zu schicken, ist ein Wettseinsatz auf das Image ebenso wie auf die Mechanik. Mit einer Akrapovic-Doppelabgasanlage an Bord wird der V4 in den Kehren Colorados ebenso klingen wie in den Ohren potenzieller Käufer. Die Bordelektronik ist noch nicht im Detail beschrieben, aber bei einer Ducati dieser Größenordnung im Jahr 2020 erwartet man eine vollständige Verwaltung: Fahrmodi, Traktionskontrolle, Quickshifter, Wheelie-Kontrolle.

Zielgruppe? Ausschließlich erfahrene Piloten. Keine Anfänger, nicht einmal Fortgeschrittene, die Helden spielen möchten. Zweihundert PS auf einem nackten Rahmen ohne schützende Verkleidung erfordern ein ernsthaftes Fahrkönnen und ein konstantes körperliches Engagement. Ab März 2020 bei den Händlern erhältlich, verspricht diese Streetfighter V4, einer der radikalsten Roadster des Segments zu sein – vorausgesetzt, Ducati hält seine Versprechen hinsichtlich der Motorverfügbarkeit im Straßenbetrieb. Genau da entscheidet sich alles.
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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